Wie wählt man den richtigen Bräter?

Ach, der Bräter! Dieses Kochgeschirr erinnert sofort an gute Familiengerichte, die direkt am Tisch serviert werden. Mit einem Bräter in Ihrer Küche können Sie Rezepte zubereiten, die lange kochen oder schmoren müssen. Der Deckel hält die Feuchtigkeit im Inneren, damit die Speisen schön saftig bleiben und gleichzeitig Spritzer vermieden werden.
Bräter gibt es in verschiedenen Größen, aus unterschiedlichen Materialien wie Gusseisen oder Edelstahl und in unterschiedlichen Preisklassen. Doch wie findet man das passende Modell? Wir helfen Ihnen dabei, den idealen Bräter nach mehreren wichtigen Kriterien auszuwählen.
Die Größe des Bräters
Viele denken, ein Bräter sei nur sinnvoll, wenn man für viele Gäste kocht. Tatsächlich ist er auch im Alltag für ein oder zwei Personen sehr praktisch. Für eine Person kann ein Mini-Bräter mit etwa 10cm Durchmesser und 0,3L genügen. Für 1 bis 2 Personen eignet sich meist ein Modell mit 16cm und etwa 1,6L. Für 2 bis 3 Personen ist ein 20cm Bräter mit rund 2,8L eine gute Wahl. Kochen Sie häufig für 4 bis 6 Personen, ist ein 24cm Bräter mit etwa 4,7L oft ideal. Für 7 bis 8 Personen empfiehlt sich eher ein 28cm Modell mit rund 7L. Ab 9 Personen ist ein großer Bräter mit 34cm und etwa 12,4L besser geeignet.
Entscheidend ist also, eine Größe zu wählen, die sowohl zur üblichen Personenzahl als auch zu Ihren Lieblingsgerichten passt.
Die Form des Bräters
Wenn die passende Größe feststeht, stellt sich die Frage nach der Form. Brauchen Sie einen runden Bräter oder einen ovalen? Der runde Bräter eignet sich perfekt für Schmorgerichte mit Sauce, etwa Rinderschmorbraten, Gemüsecurry oder Ragouts. Seine Form erleichtert das Umrühren und sorgt dafür, dass die Sauce gleichmäßig zirkuliert.
Der ovale Bräter ist ebenfalls für Schmorgerichte geeignet, spielt seine Stärke aber besonders bei ganzen Geflügelstücken aus. Ein Hähnchen, ein Kapaun oder lange Fleischstücke wie Schweinefilet finden darin leichter Platz.
Wenn Sie sowohl Eintöpfe als auch ganze Braten oder Geflügel zubereiten möchten, ist ein ovaler Bräter oft die vielseitigere Lösung.
Das Material
Wenn man an einen Bräter denkt, stellt man sich oft sofort einen Bräter aus Gusseisen vor. Es gibt jedoch mehrere Materialien, die man gut unterscheiden sollte.
Traditionelles Gusseisen ist eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff, die eine gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleistet. Es eignet sich sowohl für scharfes Anbraten als auch für langsames Schmoren. Gleichzeitig ist es recht schwer, was die Handhabung etwas anspruchsvoller machen kann. Dafür karamellisiert es die Außenseite der Speisen wunderbar und hält sie innen saftig.
Der Bräter aus Aluminiumguss ist leichter und bietet dennoch sehr gute thermische Eigenschaften. Häufig verfügt er über eine Antihaftbeschichtung, was die Nutzung und Pflege erleichtert. Das ist eine gute Alternative für alle, die ein handlicheres Modell suchen.
Auch der Bräter aus Edelstahl ist eine interessante Option. Edelstahl ist hitzebeständig, stoßfest und korrosionsbeständig. Außerdem kann er sterilisiert werden, weshalb er auch im professionellen Bereich geschätzt wird.
Unabhängig vom Material empfiehlt es sich, Holz- oder Silikonutensilien zu verwenden, um das Innere des Bräters zu schonen. In den meisten Fällen sind diese Modelle auch backofengeeignet und mit allen Herdarten inklusive Induktion kompatibel.
MasterClass induktionsgeeignete Bräter aus schwarzem Aluminiumguss 4L
Mauviel M'Urban4 Bräter aus Edelstahlguss mit Glasdeckel, induktionsgeeignet
Marke und Preis
Bei Brätern aus Gusseisen werden häufig zwei Marken besonders hervorgehoben: Staub und Invicta. Staub, dessen erster Bräter aus dem Jahr 1974 stammt, ist bekannt für die Deckel mit Noppen, die das Gargut während des Schmorens kontinuierlich benetzen. Die Produkte werden in Frankreich gefertigt und sind bei Profis sehr angesehen. Invicta ist dagegen ein traditionsreicher französischer Hersteller, der seit den 1920er Jahren mit Gusseisen arbeitet und für sein Know-how im Bereich emailliertes Gusseisen bekannt ist.
Beide Marken bieten in der Regel eine lebenslange Garantie. Preislich liegt Staub oft zwischen etwa 70€ und 390€, während Invicta meist zwischen 90€ und 230€ angesiedelt ist. Die Wahl hängt daher von Ihren Ansprüchen an Verarbeitung, Markenimage und Budget ab.
Jetzt haben Sie alle wichtigen Informationen, um den richtigen Bräter auszuwählen. Guten Appetit bei Ihren Schmorgerichten!
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