Das Nakiri-Messer, das an seiner hohen, rechteckigen Klinge zu erkennen ist, gehört zu den großen Klassikern der japanischen Messerkunst. Sein Name leitet sich vom japanischen Begriff „nakiri bōchō“ ab, was man mit „Gemüsemesser“ übersetzen könnte. Und genau darin liegt seine Stärke!

Im Gegensatz zum Kochmesser oder zum Santoku, deren Klingen in der Regel stärker gebogen sind, verfügt das japanische Nakiri über eine fast vollkommen gerade Schneide. Diese Geometrie begünstigt einen sauberen, vertikalen Schnitt, der sich besonders gut zum Zerkleinern von Gemüse, zum Zerkleinern von Kräutern, zum Schneiden von Julienne-Streifen oder zum Zubereiten feiner, gleichmäßiger Scheiben eignet.

Seine hohe Klinge bietet zudem eine bequeme Fläche, um die Lebensmittel mit den Fingerknöcheln zu führen, und ermöglicht es, das Gemüse nach dem Schneiden leicht vom Schneidebrett in eine Pfanne oder einen Behälter zu geben.

Doch wie wählt man das richtige Nakiri-Messer aus? Damaststahl oder klassischer Edelstahl? Japanischer oder westlicher Griff? 16 oder 17 cm lange Klinge? Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, haben wir 10 Nakiri-Messer unter 100 € ausgewählt, darunter Modelle, die sowohl für Anfänger als auch für Liebhaber japanischer Messer geeignet sind.

1. Das Nakiri-Messer Kutoyama Damas „Wabenmuster“, 17 cm

Wir beginnen diese Rangliste mit einem Nakiri-Messer, das definitiv nicht unbemerkt bleibt. Das Kutoyama Damas Nid d’Abeille vereint eine traditionelle japanische Klinge mit einem deutlich moderneren Design.

Seine 17 cm lange Klinge ist um einen Kern aus VG10-Edelstahl herum aufgebaut, einem Stahl, der in der Küchenmesserschmiede wegen seiner Fähigkeit, eine feine Schärfe anzunehmen und zu bewahren, sehr geschätzt wird. Dieser Kern ist von 66 Schichten Edelstahl umgeben, die ein wunderschönes Damastmuster bilden. Die Härte liegt bei etwa 60 HRC – ein hervorragender Wert, um die Schneidleistung langfristig zu erhalten.

Die Oberfläche der Klinge ist hochglanzpoliert, wodurch die verschiedenen Schichten des Damastmusters besonders gut zur Geltung kommen. Der ovale Griff vereint Holz und Harz zu einem beeindruckenden Muster, das an eine Bienenwabe erinnert. Eine Klingenverzwängung und eine Klingenbasis aus Edelstahl runden das Gesamtbild ab.

Warum wir es lieben? Wegen seines spektakulären Aussehens. Es ist eine sehr gute Wahl, wenn Sie ein leistungsstarkes Nakiri-Messer suchen, das Ihrer Küche zudem eine echte originelle Note verleiht.

2. Das Wusaki Damas 10Cr Nakiri-Messer, 17 cm

Das Wusaki Damas 10Cr -Messer gehört zu jenen Messern, die Leistung, edle Materialien und Charakter vereinen, ohne das Budget zu sprengen.

Seine 17 cm lange Klinge verfügt über einen Kern aus 10Cr15CoMoV-Edelstahl mit einem Kohlenstoffgehalt von etwa 1 %. Er erreicht eine Härte von 60 HRC, was eine feine Schneide bei gleichzeitig sehr guter Schnitthaltigkeit ermöglicht.

Der Kern ist von einer 67-lagigen Damaststruktur umhüllt. Der obere Teil der Klinge ist zudem gehämmert, was die Ästhetik unterstreicht und das Anhaften feuchter Lebensmittel beim Schneiden verhindert.

Sein Griff aus Olivenholz verleiht dem Ganzen eine ganz eigene Note: Jedes Exemplar weist naturgemäß eine leicht unterschiedliche Maserung auf. Dank seiner angenehmen Form lässt sich diese breite Klinge auch bei langen Zubereitungen gut führen.

Warum wir es lieben? Wegen seiner hervorragenden Balance zwischen Leistung und Ästhetik. Damast, Hammerschlag und Olivenholz: Mehr kann man in dieser Preisklasse kaum verlangen.

3. Das Nakiri-Messer Fukito Ébène Damas Martelé 17 cm

Mit seiner Kombination aus Damast, Hammerschlag und dunklem Holz setzt das Nakiri-Messer Fukito Ébène Damas Martelé ganz klar auf Eleganz.

Seine 17 cm lange Klinge verfügt über einen Kern aus 10Cr15CoMoV-Edelstahl, der eine Härte von etwa 60 HRC erreicht. Sein hoher Kohlenstoffgehalt sorgt für eine präzise und langlebige Schneide, während sein Chromgehalt eine gute Korrosionsbeständigkeit gewährleistet.

Der Kern ist von weicheren Schichten aus rostfreiem Stahl umgeben, die eine Damaststruktur bilden. Der obere Teil der Klinge ist ebenfalls gehämmert, was einen schönen Kontrast zu den wellenförmigen Linien des Damasts bildet und dazu beiträgt, das Anhaften von Lebensmitteln zu verringern.

Der ovale Griff besteht aus Ebenholz, einer dichten Holzart, die für ihre Widerstandsfähigkeit und ihre tiefe Farbe geschätzt wird. Ein Messingring sowie eine Klinge und ein Griffende aus Edelstahl runden das Design ab.

Warum gefällt es uns? Wegen seines schlichten und hochwertigen Designs. Der Griff aus Ebenholz in Kombination mit dem gehämmerten Damast verleiht ihm viel Charakter.

4. Das Sayuto -Nakiri-Messer „Sequoia San Mai“ mit gehämmertem Damast, 17 cm

Das Sayuto Séquoia San Mai Nakiri-Messer bietet mit seiner dunklen Klinge und seinem achtkantigen Griff eine besonders authentische Interpretation des japanischen Messers.

Seine 17 cm lange Klinge besteht aus einer 3-lagigen San-Mai-Konstruktion. Sein Kern aus rostfreiem 10Cr15CoMoV-Stahl ist von zwei weicheren Stahlschichten umgeben, um einen guten Kompromiss zwischen Steifigkeit, Schutz des Kerns und Schneidkomfort zu erzielen. Seine Härte beträgt etwa 60 HRC.

Der obere Teil behält eine dunkle, schmiedebraue Oberfläche bei, die durch eine auf beiden Seiten sichtbare Hammerschlagstruktur ergänzt wird. Der Kontrast zum Bereich nahe der Schneide verleiht dem Messer eine sehr typisch japanische Ästhetik.

Sein achtkantiger Griff aus Redwood-Holz liegt natürlich in der Hand und eignet sich sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder. Eine dunkle Klingenbacke rundet das Messer harmonisch ab.

Warum wir es lieben? Wegen seines ausgeprägten japanischen Charakters. Seine rohe Schmiedeverarbeitung und sein Griff aus Redwood lassen es fast wie ein handgefertigtes Messer wirken – und das zu einem besonders erschwinglichen Preis.

5. Das japanische Nakiri-Messer Satake Tsuchime 17 cm

Das japanische Satake Tsuchime -Messer ist ein sehr guter Einstieg in die Welt der japanischen Nakiri-Messer – mit einem schlichten, traditionellen Design und angenehm in der Handhabung.

Seine 17 cm lange Klinge besteht aus mit Molybdän und Vanadium legiertem Edelstahl. Sie erreicht eine Härte von etwa 57 HRC, was einen interessanten Kompromiss für den täglichen Gebrauch darstellt: Die Schneide bleibt leistungsstark und lässt sich dennoch relativ einfach nachschärfen.

Der obere Teil ist mit einer japanischen Tsuchime-Oberfläche versehen, also gehämmert. Neben ihrem ästhetischen Reiz tragen diese kleinen Vertiefungen dazu bei, den Kontakt zwischen den Lebensmitteln und der Klingenoberfläche beim Schneiden zu verringern.

Der ovale Griff aus Magnolienholz erinnert an traditionelle japanische Messergriffe. Er ist leicht und fühlt sich angenehm an, sodass er auch bei langwierigen Zubereitungen einen komfortablen Halt bietet.

Warum wir es lieben? Wegen seines Preis-Leistungs-Verhältnisses und seines traditionellen japanischen Charakters. Es ist eine hervorragende Wahl, um das Nakiri-Messer kennenzulernen, ohne sich sofort für ein technisch anspruchsvolleres Modell zu entscheiden.

6. Das Samura Blacksmith Nakiri-Messer, gehämmert, 17 cm

Mit dem Samura Blacksmith Gemüsemesser wechseln wir ein wenig die Welt. Seine dunkle, gehämmerte Oberfläche verleiht ihm einen robusten Stil, der sich deutlich von den klassischeren Damaszener-Modellen abhebt.

Seine 17 cm lange Klinge besteht aus AUS-8-Edelstahl, einer Legierung mit etwa 0,8 % Kohlenstoff. Mit einer Härte von etwa 59 bis 60 HRC behält es seine Schärfe gut bei und ist gleichzeitig relativ pflegeleicht.

Die Schneide wurde symmetrisch geschliffen und von Hand auf einem feinkörnigen Schleifstein nachgeschliffen, um bereits beim ersten Einsatz einen sauberen Schnitt zu gewährleisten.

Sein ovaler Griff aus schwarzem Micarta eignet sich besonders gut für den regelmäßigen Gebrauch. Dieser Verbundwerkstoff ist sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen und bietet gleichzeitig einen stabilen Halt.

Warum wir es lieben? Wegen seiner Robustheit. Die Kombination aus AUS-8 und Micarta macht es zu einem sehr zuverlässigen Nakiri für den intensiven täglichen Gebrauch.

7. Das Nakiri-Messer Kutoyama Damas Azur 17 cm

Finden Sie traditionelle japanische Messer etwas zu brav? Dann dürfte das Nakiri-Messer Kutoyama Damas Azur eher Ihren Geschmack treffen.

Seine 17 cm lange Klinge besteht aus einem Kern aus VG10-Stahl, der von 66 Schichten Edelstahl umgeben ist. Die Gesamthärte beträgt etwa 60 HRC, wodurch das Messer auch bei zahlreichen Zubereitungen seine präzise Schärfe behält.

Die Klinge verfügt über eine hochglanzpolierte Oberfläche, die die Linienführung des Damaszenerstahls stark betont. Vor allem aber ist es der Griff, der dieses Modell auszeichnet: Er kombiniert blaues Harz mit einem hellen Holzeffekt und schafft so einen besonders leuchtenden Kontrast.

Seine ovale Form sorgt für einen bequemen Griff, während eine Klinge und ein Griffende aus Edelstahl das Messer optisch ausbalancieren.

Warum wir es lieben? Wegen seines Designs. Es ist wahrscheinlich eines der originellsten Nakiri-Messer dieser Auswahl, ohne dabei auf die von einer VG10-Klinge erwarteten Qualitäten zu verzichten.

8. Das Nakiri-Messer Wusaki Sakin Damas 10Cr 17 cm

Das Nakiri-Messer Wusaki Sakin ist sicherlich eines der elegantesten Modelle in dieser Top-Auswahl. Sein Name „Sakin“, den man mit der Vorstellung von „Goldstaub“ in Verbindung bringen kann, wird erst richtig verständlich, wenn man seinen Griff betrachtet.

Die 17 cm lange Klinge ist etwa 5,1 cm hoch und bietet eine hervorragende Arbeitsfläche zum Zerkleinern, Hacken und Schneiden von Julienne-Streifen.

Sein Kern aus 10Cr15CoMoV-Edelstahl erreicht eine Härte von etwa 60 HRC und ist von einer 67-lagigen Damaststruktur umgeben. Seine relativ gerade Schneide eignet sich besonders gut für die für das Nakiri-Messer charakteristische vertikale Schnittbewegung.

Der westliche Griff besteht aus Harz mit eingearbeiteten Carbonfasern und Blattgold. Zwei Nieten aus Edelstahl und eine zentrale Mosaikniete aus Messing runden diese aufwendig gearbeitete Ausführung ab.

Warum wir es lieben? Wegen seines außergewöhnlichen Griffs. Die goldenen Einschlüsse verleihen ihm ein wahrhaft hochwertiges Aussehen, während die Leistungsfähigkeit eines 10Cr-Stahls mit 60 HRC erhalten bleibt.

9. Das japanische Nakiri-Messer Kai Seki Shoso 16,5 cm

Beim Nakiri-Messer Kai Seki Shoso steht Schlichtheit im Vordergrund. Kein Edelholz und kein spektakuläres Damastmuster: Dieses japanische Messer setzt vor allem auf eine einfache und effiziente Konstruktion.

Es verfügt über eine 16,5 cm lange Klinge aus 1K6-Edelstahl, der insbesondere mit Molybdän und Vanadium angereichert ist. Seine Härte von 58 HRC bietet einen guten Kompromiss zwischen Schnitthaltigkeit und einfacher Schärfbarkeit.

Die Klinge verfügt über eine satinierte Oberfläche und geht nahtlos in einen Griff aus Edelstahl über. Diese Konstruktion verleiht ihr ein modernes, minimalistisches Aussehen und lässt sie sich besonders gut in eine zeitgemäße Küche integrieren.

Das in Japan hergestellte Messer vereint alle Vorzüge eines Nakiri: eine breite, gerade Klinge, mit der sich Gemüse und Kräuter schnell hacken, in feine Streifen schneiden und verarbeiten lassen.

Warum wir es lieben? Wegen seiner Schlichtheit und seines hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnisses. Es ist die ideale Wahl, wenn Sie ein schnörkelloses und pflegeleichtes japanisches Nakiri-Messer suchen.

10. Das japanische Nakiri-Messer Satake ABS 16 cm

Wir schließen diese Auswahl mit einem erschwinglichen und besonders praktischen Modell ab: dem Nakiri-Messer Satake ABS 16 cm.

Seine Klinge aus mit Molybdän und Vanadium angereichertem Edelstahl erreicht eine Härte von 57 HRC. Dank dieser angemessenen Härte lässt sich das Messer leicht pflegen und nachschärfen – ein echter Vorteil für alle, die gerade erst japanische Messer für sich entdecken.

Die 16 cm lange Klinge behält die für das Nakiri charakteristische hohe, rechteckige Form bei. Damit lassen sich mühelos Scheiben, Stifte und Würfel schneiden oder Kräuter schnell zerkleinern.

Der westliche Griff besteht aus schwarzem ABS, einem robusten und feuchtigkeitsbeständigen Kunststoff. Er ist mit drei Nieten befestigt und mit einer durchgehenden Klinge kombiniert, was ein solides Gefühl in der Hand vermittelt.

Das Messer wird zudem in Seki in Japan hergestellt, einer Stadt, die weltweit für ihre lange Tradition in der Messerherstellung bekannt ist.

Warum gefällt es uns? Wegen seines Preises und seiner Schlichtheit. Wenn Sie die Nakiri-Form erst einmal ausprobieren möchten, bevor Sie in ein Modell aus Damaszenerstahl oder aus härterem Stahl investieren, ist dies ein hervorragender Einstieg.

Wie benutzt man ein Nakiri-Messer?

Das Nakiri-Messer ist in erster Linie für die Verarbeitung von Gemüse, Obst und Kräutern konzipiert. Seine hohe Klinge und der fast gerade Schneidfaden ermöglichen präzise und gleichmäßige Schnitte.

Es eignet sich besonders gut für die Zubereitung von:

- Zwiebeln, Schalotten und Lauch;

- Möhren, Zucchini, Gurken und Auberginen;

- Kohl und Blattgemüse;

- Kartoffeln und Süßkartoffeln, die zuvor in Stücke geschnitten wurden;

- Pilze;

- Obst;

- Petersilie, Koriander, Schnittlauch und andere Kräuter.

Die mit einem Nakiri angewandte Schneidetechnik unterscheidet sich von der, die üblicherweise mit einem westlichen Kochmesser praktiziert wird. Da die Klinge viel gerader ist, sollte man eine vertikale oder leicht nach vorne gerichtete Bewegung bevorzugen: Die Klinge gleitet durch das Lebensmittel bis zum Schneidebrett hinab, bevor sie für den nächsten Schnitt wieder angehoben wird.

Die traditionelle Pendelbewegung, bei der die Messerspitze in Kontakt mit dem Schneidebrett bleibt, eignet sich daher weniger für das Nakiri.

Seine große Höhe bietet zudem zwei Vorteile: Sie erleichtert das Führen der Klinge an den Fingerknöcheln entlang, um gleichmäßige Scheiben zu erhalten, und ermöglicht es anschließend, die Klingenflanke wie eine kleine Schaufel zu nutzen, um die geschnittenen Lebensmittel umzuladen.

Vorsicht jedoch: Trotz seines massiven Aussehens ist ein Nakiri kein Hackmesser. Es darf nicht zum Schneiden von Knochen, gefrorenen Lebensmitteln oder zum Einhacken in extrem harte Produkte verwendet werden. Dies könnte die Schneide beschädigen oder absplittern, insbesondere bei Modellen aus hartem Stahl.

Mit der richtigen Technik wird das Nakiri schnell zu einem der angenehmsten Messer bei der Zubereitung von Gemüse. Ob Sie sich nun für ein erschwingliches Modell aus Edelstahl, ein Damast-Nakiri oder eine traditionellere japanische Klinge entscheiden – es ist eine hervorragende Ergänzung zum Kochmesser und zum Santoku für alle, die regelmäßig frische Produkte zubereiten.

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